Mai 092012
 

Obwohl es eigentlich „Bräustübl“ heissen müßte, weil das dem „ursprünglichen Ambiente der 30er Jahre“ wohl eher entspricht und so über der Eingangstüre steht.

 

Wir sind in einer eher freudlosen Gegend, dort, wo die Ausfallstrasse nach Unterhaching die S-Bahn kreuzt, am Rande von Perlach. Sexy geht anders. Im Biergarten palavernde Rentnerrunden, einzelne Menschen unterschiedlichen Alters, die lesen oder Kreuzworträtsel lösen, eine lautstarke Trinkgruppe einiger Spätjugendlicher, ein paar jüngere oder mittelalte Pärchen – gemischte Vorstadt halt. Die Bedienung ist sehr freundlich, für bayerische Vorstädte extrem freundlich sogar. „Ja, der Obatzde ist sehr gut, aber nehmen´s doch die frischen Fleischpflanzl, und der Kartoffelsalat ist auch selberg´macht.“ Dazu ein Pilsissimus Export, das „feine Bittere aus Hallertauer Aromahopfen“ – seit ein paar Monaten übrigens auch nach 16h als Halbe zu kriegen, nicht nur als Maß.

 

Das Bier, sagt die Karte, wird immer in kleinen Mengen hergestellt und ist deshalb immer frisch. Kein Hopfenextrakt – man schmeckt´s, behaupten wir. Eines der besten Biere der Stadt. Fleischpflanzl und Kartoffelsalat – perfekt. Anderntags bestellen wir das „Stundenhendl“, das gibt´s nicht für Geld oder gute Wort sofort, sondern erst ca. 1 Stunde nach Bestellung – frisch zubereitet, bestens gewürzt: Respekt!  Und wenn dann noch ein kühler Sankt Jakobus Blonder Bock im Krügerl wartet, dann ist alles klar: Wohl dem, der so ein Stüberl mit Garten in fußläufiger Umgebung hat.

Und schließlich stellt sich auch die Erkenntnis ein: Das passt hier alles. Deshalb, liebe Wirtsleute, bitte nichts verändern! Das Ambiente ist genauso stimmig wie Speis´ und Trank! Neu-, Um-, Anbauten usw. haben wir genug gehabt in den Gasthäusern in München! www.forschungsbrauerei.de

 Veröffentlicht von am 09.05.2012