Murnau-Werdenfelser Rind

 

Die Rasse:

Herde in den bayerischen Alpen

Das Murnau-Werdenfelser Rind ist die letzte einheimische Rinderrasse Altbayerns. Über Jahrhunderte hat sie sich den Gegebenheiten des Alpenvorlandes angepasst. Als klassische Dreinutzungsrasse zeichnet sie sich durch Robustheit, Genügsamkeit und die besondere Angepasstheit an das oberbayerische Klima und die oberbayerischen Böden aus. Die semmelgelben bis dunkelbraunen Rinder mit schwarzen Klauen, Schwanzquaste und hellem Aalstrich, sind eine mittelgroße Rinderrasse. Bekannt war die Rasse für ihre schweren Zugochsen, die auch weit über die Grenzen Bayerns gefragt waren. Noch 1950 gab es über 10.000 dieser Rinder in Oberbayern, heutzutage finden wir nur noch wenige 100.

Die Haltung:

Die Tiere verbringen die Sommersaison auf den Weiden und Almen Oberbayerns. Dies erfreut die Tiere, garantiert gesunde Rinder, ist die Grundlage der hohen Qualität des Fleisches und schützt nicht zuletzt noch die bayerische Landschaft. In der Mutterkuhhaltung bleiben die Tiere bis kurz vor dem nächsten Kalben bei der Mutter, in Milchviehbetrieben, werden die Kälber tiergerecht in Gruppen aufgezogen. Im Winterstall werden die Tiere mit betriebseigenem Heu und heimischem Getreide ohne Gentechnik und Importfuttermittel gefüttert. Die Endmast der Tiere erfolgt im Stall auf der Basis von hochwertigem Heu. Dies garantiert einen ausgemästeten Schlachtkörper. Bei Schlachtung und Transport wird auf einen tiergerechten Umgang geachtet. Das Rindfleisch stammt von Ochsen und Färsen, die mindestens zwei  Sommer auf der Weide verbracht haben.

Das Fleisch:

Das Fleisch ist hervorragend marmoriert, hat eine ausgeprägte rote Farbe und schmeckt dank des Alters und des langsamen Wachstums der  Tiere  kombiniert mit der traditionellen Fütterung noch richtig nach Rindfleisch.  Beziehen  können  Sie es meist über Direktvermarkter.  Auf den Höfen können Sie oft auch verschiedene Wurstwaren, wie Salami, Rinderschinken, Leberwurst und Sülzen aus diesem ausgesuchten Fleisch erwerben. Falls Sie ein ganzes Tier, ob zur Zucht oder zur Schlachtung erwerben wollen, helfen diese Ihnen auch gerne weiter.

Die Höfe:

15 Jahre und noch nicht müde

Helene und Josef Schmid 82418 Riegsse (GAP)
schmid.josef@gmx.net

Werner & Martina Haase, Fischbachau
haase.ziegenhof@gmx.de

Wolf Thomas, 82387 Rieden Antdorf (WM)
wolf.rieden@t-online.de

Archehof Schlickenrieder, 83624 Otterfing (MB)
gedschi@archehof-schlickenrieder.de

Ulla und Franz Eller, 86633 Neuburg an der Donau
eller@ingonet.de

Nadine und Johann Angermeier, 86668 Karlshuld (ND)
hans.a@vr-web.de

Die Gasthäuser:

Der Pschorr, Viktualienmarkt 15, 80331 München
Telefon: 089/5 18 18 500
E-Mail:   info@der-pschorr.de

Weitere Links:

Der Förderverein zum Erhalt des Murnau-Werdenfelser Rindes e.V.

Das Murnau-Werdenfelser Rind Auf Slowfood.de und auf der Seite der Slow Food Stiftung für Biodiversität(englisch).

Auch nicht zu vergessen, die Seiten der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.).