Slow Food München auf der Messe Stuttgart 2012

 

Erste Interessenten schon vor Messebeginn. Sigrid machte Dienst mit polnischem Gipsarm (wir waren mit einstündigem Zwischenstopp in München direkt aus Polen zur Messe angereist)

Reger Zuspruch am Stand – Auch Carlo Petrini besuchte uns

Die ursprüngliche Überlegung – „Was interessiert die Stuttgarter, was in München passiert?“ – und der daraus folgende Schluss, auf der Slow Food Messe in Stuttgart keinen eigenen Stand zu machen, wurde zum Glück noch einmal überdacht. Denn der Zuspruch, den wir erhielten, war enorm.

Sicher war es auch dem Besucherzuwachs (am ersten Tag schon 16 000 statt

10 000 im Vorjahr) und dem von uns „annektierten“ leeren Nachbarstand zu verdanken, dass so viele Menschen Interesse an uns zeigten. Aber insgesamt hat die Bekanntheit von Slow Food deutlich zugenommen, auch die Fragen der Messebesucher sind erkennbar substantiierter geworden. Eine Rolle spielte auch, dass wir zusätzlich zum SF-Deutschland-Stand noch weiter gehendes Material und spezielle Beratung bieten konnten. Auffällig viele Kollegen aus anderen Convivien schauten vorbei, um Anregungen für die eigene Arbeit zu bekommen und sich unsere Projekte abzugucken. Zahlreiche Menschen zeigten Interesse, weil sie „ja öfter nach München kommen“ oder „weil meine Tochter demnächst zum Studium dorthin geht“. Daher waren auch die Genussführer-Liste, das neue Förderer-Verzeichnis und die Veranstaltung „Studentenküche“ die Renner – wie überhaupt die Nachfragen junger Leute, die in Mengen kamen und deutlich gemacht haben: Fast Food Generation war gestern, die neuen Jungen machen sich wieder Gedanken darüber, was sie essen.

Der Stand des Conviviums München mit Sigrid Böhler

Viel Interesse kam „Städter und Bauern“ entgegen, vor allem, da viele der letzteren aus dem Schwäbischen und Hohenlohischen vorbeischauten. Diese wurden auch angezogen von unserem Archeplakat mit den schönen Murnau-Werdenfelsern.

Das Slow Mobil fand ebenfalls viel Aufmerksamkeit; Kollegen von SF Karlsruhe konnten uns berichten, dass dort soeben auch ein Junior Slow e. V. gegründet wurde und es jetzt ans Geld Sammeln, ans Bauwagen Suchen und Umbauen geht.

Die Highlights: Eine Besucherin aus Spanien, die fragte, ob wir (SF München!) nicht auf ihrer Messe ausstellen wollten, eine Chinesin, die erst seit drei Wochen in Deutschland ist und fand, Slow Food müsse unbedingt in China Fuß fassen und ein isländischer Kollege, der sich über die deutsche Esskultur informierte. Ja, und dann kam ER: Carlo Petrini himself beehrte uns mit seinem Besuch, schaute, wie wir uns präsentieren und gab die Parole fürs nächste Jahr aus: Jedes Convivium ein Presidio! Wir haben dann nur auf unser Arche-Plakat mit den Murnau-Werdenfelsern gezeigt – die sind ja schon lange genug in der Warteschleife …

Rundum ein gelungener Messeauftritt von Slow Food München also, auch dank einiger „altgedienter“ Standhelfer, die sehr professionell auftraten.

R. und S. Böhler

Renner war die Genussführer-Liste

 

Ein Blick in die Messehalle (Klick für einige Sekunden Film)