Genussführer Deutschland 2015

 

Titel_SlowFood_GF_2015_fb_PresseWie finde ich ein Gasthaus, in dem die regionale Kochkultur gepflegt wird? Wo kommen gute Gerichte aus frischen Zutaten im Einklang mit den Jahreszeiten auf den Tisch? Welcher Wirt bietet seinen Gästen Speisen ohne künstliche Zusatzstoffe und zu angemessenen Preisen? Der Slow Food Genussführer Deutschland ist Restaurant- und Reiseführer zugleich und stellt über 400 Gaststätten in ganz Deutschland vor, die diese Kriterien erfüllen. Er erscheint nach dem großen Erfolg der Erstausgabe demnächst in 2. Ausgabe am 29. September 2014 im oekom verlag.

Seit über 20 Jahren ist der Restaurantführer „Osterie d’Italia“ kundiger Begleiter hungriger Italienreisender auf der Suche nach Qualität und Genuss. Er hat die gastronomische Landschaft des Stiefels grundlegend verändert. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn es auch in Deutschland eine lebendige, traditionelle Gasthauskultur gibt, die es zu erkunden gilt? Über 400 Mitglieder von Slow Food Deutschland haben sich deshalb daran gemacht, Restaurants und Wirtshäuser, Hotelküchen und Weinstuben, Almhütten und Fischerkneipen zu testen – ehrenamtlich und unabhängig. Ihre Kriterien: regionale Kochkultur, gute Gerichte aus frischen und saisonalen Zutaten, die auf handwerkliche Art und Weise verarbeitet wurden, der Verzicht auf Zusätze, Aromastoffe und Geschmacksverstärker und das alles zu vernünftigen Preisen. Herausgekommen ist eine Landkarte des Genusses: von der Waterkant bis ins Allgäu, vom Saarland bis in die Lausitz und von der holländischen Grenze bis in den Bayerischen Wald kann man sich durch die Spezialitäten der deutschen Küche schlemmen.

Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland schreibt in ihrem Geleitwort zur Neuausgabe:

Was mir an unserem Genussführer so besonders gefällt, sind die vielen Wirts-häuser und Lokale, die auf unnachahmliche Weise und jedes Haus auf seine eigene Art das gastronomische Angebot originell und engagiert bereichern. Da gibt es Köche, die mit Wildkräutern hantieren, deren Name selbst eine Slow Food-Vorsitzende noch nie gehört hat. Da gibt es einen Wirt, der gleichzeitig Fischer ist und morgens auf nachhaltige Weise fängt, was er abends den Gästen auf den Teller legt. Da gibt es den Gastronomen, der Jäger und Teichwirt ist und ein Vernetzungstalent, in dessen Gaststuben die wunderbarste Geselligkeit gelebt wird. Es gibt Adressen mit wunderschönem Alpenpanorama. Manchmal geht der Blick aber auch in den Kuhstall oder auf die kupfernen Kessel der hauseigenen Brennerei. Und manchmal sieht man direkt neben dem Wirtshaus die Ziegen, Schafe und Lämmer grasen, deren Züchter die Küche beliefert.

Slow Food Deutschland e.V. (Hrsg.): Slow Food Genussführer Deutschland 2015. ca. 450 Seiten, 12cm x 21,5cm, ISBN 978-3-86581-663-4, 19.95 EUR, 20.60 EUR (A), CH 27.90. Erhältlich auch als E-Book.