Genussgemeinschaft Städter und Bauern – Aus dem Projektstatus in die Eigenständigkeit

 

Münchner Slow Food Mitglieder gründen Verein „Genussgemeinschaft Städter und Bauern“

München – Im sechsten Jahr seines Bestehens wurde aus dem Projekt „Städter und Bauern“ der Verein „Genussgemeinschaft Städter und Bauern“. Gegründet haben ihn am 9. Januar 2015 neun Münchner Slow-Food-Mitglieder, unter der Leitung von Markus Hahnel. Der 51jährige IT-Fachmann ist seit November auch Leiter des Slow Food Conviviums München.

Zweck des Vereins ist die Förderung einer direkten Beziehung und Kommunikation zwischen Land und Stadt bzw. zwischen Produzenten und Verbrauchern im Hinblick auf Lebensmittelerzeugung, -verarbeitung und -versorgung. Hierzu führt der Verein neben Kursen und Seminaren auch öffentliche Veranstaltungen durch, kooperiert mit Institutionen, Initiativen und Verbänden und betreibt eine breit gefächerte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Nach den Gründungsformalitäten (Aussprache über die Gründung eines Vereins, Vorstellung und Beschluss der Satzung) wählte die Versammlung einstimmig Markus Hahnel zum Ersten Vorsitzenden, Marlene Hinterwinkler als Schatzmeisterin und Tanja Moreno als Schriftführerin zu seinen beiden Stellvertreterinnen. Die Gründungsmitglieder haben sich als „ordentliche“ Mitglieder nicht nur zur ideellen und finanziellen, sondern auch aktiven persönlichen Unterstützung des Vorstands bereiterklärt. Fördermitglieder sind herzlich willkommen, den Verein in seinen Zielen ideell und finanziell bei seinen Aktivitäten zu unterstützen.

Die Initiative, die Lebensmittelversorgung vom Land in die Stadt zu holen und Städter zu „Ko-Produzenten“ kleiner und familiärer Bauernhöfe ihrer Region zu machen, wurde 2010 von Johannes Bucej und Petra Wähning ins Leben gerufen. Seit Anbeginn förderte die Biostadt München (Referat Gesundheit und Umwelt) das Projekt. In den Folgejahren wurden durch solidarische Finanzierung drei Modell-Projekte verwirklicht, darunter eine Hofkäserei und ein Hofladen in Fischbachau, der Bau eines Hühnerstalls für Legehennen (beide Höfe sind Demeter-zertifiziert) in Berg am Starnberger See sowie der Aufbau einer Mutterkuhherde von Pinzgauer Rindern in Zorneding im Osten von München. Anstelle von Zinsen erhalten die Genussrechtsinhaber Gutschriften für Lebensmittel der beteiligten Höfe.

2011 stieß Marlene Hinterwinkler hinzu. Ihr Engagement führte zur Gründung einer Einkaufsgemeinschaft. Inzwischen versorgt sie rund vierzig Familien monatlich mit handwerklich und bäuerlich erzeugten Lebensmitteln. Daneben gibt es noch weitere kleinere Einkaufsgemeinschaften, denen Frau Hinterwinkler mit ihrer Erfahrung und ihrem Rat zur Seite steht.

Zahlreiche regionale und überregionale Medien wurden seither auf die Initiative aufmerksam und belohnten mit ihrer kontinuierlichen Berichterstattung das Engagement der Protagonisten. Das führte neben einem verstärkten Interesse in der Öffentlichkeit zur Kooperation mit weiteren Initiativen in der Region, aber auch auf Bundesebene und im benachbarten Ausland.

Die hohe Aufmerksamkeit führte im Laufe des Jahres 2014 zu dem Entschluss, das ursprünglich beim Slow Food Convivium München angesiedelte Projekt als eigenständige Körperschaft zu begründen. Um seine Verbundenheit und den Ursprung aus dem Slow Food Gedanken zu unterstreichen, versteht sich der Verein als Bestandteil des weltweiten Terra Madre Netzwerkes und der internationalen Slow Food Bewegung und steht in enger Kooperation mit Slow Food Deutschland e.V.

Nähere Informationen: Marlene.Hinterwinkler@t-online.de

Pressemeldung von:
Medienbüro Johannes Bucej
E-Mail: mail@johannes-bucej.de