Markus Hahnel

Jul 302018
 

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde von Slow Food München,

Wir machen Sommerpause!
Dieser Newsletter macht Sommerpause, daher kurz und knapp. Und wir bieten in diesem Monat hauptsächlich Lesefutter. Der gewohnte Monatsbrief erscheint im Versand nun im neuen Gewand, hoffentlich für alle besser lesbar, auch auf mobilen Wischgeräten; und für uns leichter zu erstellen und zu verwalten.

Medien, Lesetipps, Kochbücher:
Landwirtschaft, Tierhaltung, Veganismus: Zwei Kommentare von Slow Food Deutschland: Teil EINS und ZWEI,

„Food Fraud“: Lebensmittelbetrug und neue Wege in der Erkennung und Bekämpfung; Vortrag von Dr. Ulrich Busch vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelüberwachung auf der Mitgliederversammlung von Slow Food Deutschland am 30. Juli in Kassel.

Gentechnik durch die Hintertür: Vortrag von Stephen Druker, ein Bericht von Johannes Bucej; so aktuell, in den nächsten Tagen folgt eine Ergänzung durch das neue EuGH-Urteil.

 (K)ein Kochbuch
Vierich/Vilgis: Aroma Gemüse – der Weg zum perfekten Geschmack, Verlag Stiftung Warentest: zwischen Biologiebuch, Gemüse-Chemie und Gemüse-Almanach. Macht mindestens so viel her, wie ein Fleischbuch.

Antiquarisch und gut:
Lemnis, Vitry: Altpolnische Küche und polnische Tischsitten; Verlag Interpress 1979: mit Rezepten und Geschichten. Aus einer Zeit vor dem to go-Kaffeefrühstück und Cholesterinhysterie: Biersuppe mit Sahne und Weißkäse oder ideal im Hochsommer: kalte litauische Suppe aus gesäuertem rote Rübensaft, Gurkenlake und saurer Sahne. Bezugsquellen (des Kochbuchs)  z.B. hier.

 

Was hat im August Saison?
Endlich eigene Tomaten und immer noch die feinsten grünen Bohnen und das Sommerloch.

Was hat immer Saison?
Der Rücktritt vom Rücktritt; wirkungsgleich, wirkmächtig, alternativlos, war da noch was mit fiktivem Nicht-Etwas? Darauf einen Asbach Uralt!

 

Terminvorschau:
Fr, 14. September von 14 bis 18 Uhr: Marktfest zum Jubiläum – 15 Jahre Zornedinger Bauernmarkt, Biohof Lenz, Zorneding,

 Do, 20. bis Mo, 24. September in Turin: Salone del Gusto 2018,

 So, 21. Oktober von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHS mit Stefan Becker: Federvieh vom Feinsten mit Les Bleues Gockel, buchbar im Programm der VHS München,

So, 18. November von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHS mit Stefan Becker:  Pasta – fatto a mano, buchbar im Programm der VHS München.

 

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 1. August um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz. Bei schönem Wetter wieder im Biergarten.

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

 Veröffentlicht von am 30.07.2018
Jul 242018
 

Neue Verfahren, deren Risiken noch nicht absehbar sind, sollen genetisch manipulierte Lebensmittel marktfähig machen. Eine Strategie dabei: die chronische Falschdarstellung von Fakten und die Bagatellisierung der Bedenken von Gentechnik-Gegnern. Auf der Strecke bleiben dabei die Interessen der Verbraucher.

Es schien ein wenig ruhig geworden zu sein um gentechnisch manipulierte Lebensmittel. Selbst die Berichte über die Fusion der Agrar- und Chemo-Riesen Bayer und Monsanto fanden kaum den Widerhall, den das Thema „grüne Gentechnik“ in den Jahren zu vor auslöste, als es noch um TTIP oder um die Zulassung des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU ging. Wurde jeder Versuch, den Anbau in der EU zuzulassen oder zu regeln, von großem öffentlichen Interesse begleitet bis hin zu großen Demonstrationen, schien das Interesse hieran inzwischen einigermaßen erlahmt.

Das könnte sich jetzt wieder ändern, denn vermutlich schon bald wird der Europäische Gerichtshof (EuGH) über die Bewertung des „Genom Editing“ oder Crispr/Cas9 genannten Verfahrens entscheiden. Diese auch als „Genschere“ bekannte Methode soll zuverlässiger als bisher übliche transgene Verfahren sein, wenn es um die Züchtung von Pflanzen auf bestimmte Eigenschaften hin geht. In der sogenannten „roten“ Gentechnik versprechen sich Forscher große Fortschritte etwa bei der Behandlung von Erbkrankheiten – in der „grünen Gentechnik“ dagegen ist unklar, welche Folgen, vor allem für Verbraucherinnen und Verbraucher diese Methode hat, etwa hinsichtlich der Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Bestandteilen.

Der EuGH hat zu bewerten, ob durch Crispr/Cas9 gentechnisch veränderte Pflanzen entstehen, obwohl keine artfremden Gene eingeschleust werden. Kritiker befürchten, dass damit „Gentechnik durch die Hintertür“ in der EU zugelassen werden soll. Der zuständige Generalanwalt beim EuGH hat schon mal mit seiner Einschätzung vorgelegt, es entstehe dabei nicht zwangsläufig ein gentechnisch veränderter Organismus und begründet das mit der Ansicht, das „GVO-Gesetz“, das die EU 2001 erlassen habe, bezeichne als „gentechnisch verändert“ nur transgene Verfahren. Der Gesetzgeber habe als GVO lediglich einen Organismus mit Ausnahme des Menschen definiert, „dessen genetisches Material so verändert worden ist, wie es auf natürliche Weise durch Kreuzen und/oder natürliche Rekombination nicht möglich ist“.

Entscheidend ist hier, ob es schließlich um das Produkt (wie der Generalanwalt meint) geht, oder, wie Kritiker meinen, der Herstellungsprozess im Mittelpunkt steht, demzufolge ein natürliches Produkt nur auf natürlichem Wege ohne Einsatz von gentechnischen Verfahren (durch Selektion oder Kreuzung) entstehen kann.

Folgt der EuGH der Einschätzung des Generalanwalts, wird sich die Pflanzenzüchtung radikal ändern. Ob zugunsten von Landwirten oder Verbrauchern, sei dahingestellt; profitieren könnten dagegen kleine und mittelständische Unternehmen und Labore. Dies eine „Demokratisierung der Genforschung“ zu nennen, wie eine der Entdeckerinnen dieser Methode, Emmanuelle Charpentier, meint, scheint jedoch etwas voreilig.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund gewinnt die Vortragsreise von Dr. Steven Druker an Bedeutung, die ihn unter anderem nach Mals sowie weitere Stationen in Bayern führte. Am Mittwoch, den 11. Juli 2018 kam er auf Einladung von Bund Naturschutz, dem Bündnis Zivilcourage und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ins Eine-Welt-Haus nach München.

Steven Druker ist Rechtsanwalt und streitet seit vielen Jahren in den USA für einen verstärkten Verbraucherschutz bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Seine 1998 eingereichte Klage zwang die US Lebensmittelsicherheitsbehörde (Food and Drug Administration, FDA) dazu, ihre Daten zu gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln offenzulegen. Dadurch wurde deutlich, dass Verwaltungsbeamte für die schnelle Einführung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln die ausdrücklichen Warnungen ihrer eigenen Wissenschaftler zu den außergewöhnlichen Risiken vertuscht und fortwährend die Tatsachen falsch dargestellt haben.

Nach einer wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Daten veröffentlichte Druker 2015 das Buch „Altered Genes, Twisted Truth“ (Veränderte Gene – verdrehte Wahrheit), das im kommenden Jahr auch auf Deutsch erscheinen wird. Darin widerlegt er minutiös die Behauptung, es gebe einen wissenschaftlichen Konsens über die Harmlosigkeit und Nützlichkeit von gentechnisch veränderten Produkten. Er widersprach auch zunächst der vor allem bei Gentechnik-Befürwortern beliebten Ansicht, die Ablehnung von Gentechnik sei lediglich emotionsgesteuert und von irrationalen Ängsten getrieben, jedenfalls nicht wissenschaftlich fundiert.

In seinem Vortrag, den Walter Haefeker, Präsident des europäischen Imkerverbandes, übersetzte, sprach Druker von „vier Erkenntnissen“, die ihn beim Schreiben dieses Buchs geleitet haben:

  1. Die Herstellung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln ist risikobehaftet
  2. Das höhere Risiko überträgt sich auch auf die Lebensmittel selbst und ihre Verbraucher
  3. Die Sicherheit von gentechnisch veränderten Lebensmitteln ist nie sauber belegt worden
  4. Einige gentechnisch erzeugte Lebensmittel haben sich bereits als gefährlich herausgestellt.

Seine Recherchen ergaben, dass gegenteilige Ergebnisse von der FDA nicht nur ignoriert, sondern auch attackiert bzw. Fakten schon routinemäßig verdreht dargestellt wurden.

Druker verglich zunächst Softwareentwicklung mit biotechnologischen Verfahren und stellte fest, dass im Bereich der Softwareentwicklung wesentlich sorgfältiger gearbeitet würde, um Risiken auszuschließen. Sowohl in der Softwareentwicklung als auch bei Bio-Tech-Verfahren werde aber „linear“ gearbeitet, das heißt, man habe immer nur den nächsten Schritt im Blick. Biologische Systeme seien aber nicht linear, sondern höchst komplex – zu komplex, um sie restlos zu verstehen und die Auswirkungen auf den gesamten Organismus abschätzen zu können Ein Eingriff an einer Stelle kann ungeahnte Folgen an anderen haben mit wesentlich gravierenderen Ergebnissen für die Betroffenen.

Auch beim „Genom Editing“ (Crispr/Cas9, „Genschere“) stellte er klar, dass es sich hierbei nicht – wie bei sonstigen „editorischen“ oder redaktionellen Arbeiten, etwa bei Veröffentlichungen, an die sich der Begriff anlehnt – um einzelne Eingriffe handele, sondern dass auch, wenn kein transgenes Verfahren angewendet würde, die Konsequenzen unabsehbar seien (NB: Ein Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 18.7. scheint diese Befürchtungen zu bestätigen) . Ein großes Versäumnis sah Druker in der fehlenden Kennzeichnungspflicht in der EU von tierischen Lebensmitteln, wenn Tiere gentechnisch verändertes Futter erhalten hätten wie Soja oder Mais. Durch die mögliche Bewertung des EuGH der Methode Crispr/Cas 9 als „natürliche Züchtungsmethode“ steht zudem erneut die Gefahr im Raum, dass das bisher in der EU geltende Vorsorgeprinzip ausgehebelt werden soll.

In der anschließenden Diskussion, die Rosi Reindl, BUND moderierte, kamen grundsätzliche Fragen zur Sprache, auf die Druker ebenso kenntnisreich wie auch humorvoll einging. Angesichts der Betonung der wissenschaftlichen Seite kam die Frage, wie denn politisch mit der Verquickung von Wirtschaft und Politik im Bereich der grünen Gentechnik umgegangen werden sollte, zunächst etwas zu kurz, wurde dann aber dennoch kontrovers diskutiert. Fazit: Es sei nicht nur Sache der Verbraucher, durch Konsumverweigerung dafür zu sorgen, dass GVO-Lebensmittel aus den Regalen verschwänden bzw. ein Anbau von GVO-Pflanzen verhindert werde, sondern es müsse nach wie vor auch auf die Politik eingewirkt werden, entsprechende gesetzliche Vorgaben zu machen.

Zum einen bei der Ausweitung der Kennzeichnungspflicht auf tierische Lebensmittel, die durch Fütterung von GVO-Futter erzeugt würden, aber auch durch Aufklärung und öffentlichen Druck, wie er beispielsweise durch das Bündnis Zivilcourage im Jahr 2009 in der Rosenheimer Inntal-Halle mit Vandana Shiva und rund 4000 Mitstreitern aus ganz Bayern organisiert wurde. Letztlich führte dieser Protest zum Umschwenken der bayerischen Staatsregierung, die seitdem die grüne Gentechnik für Bayern ablehnt. Das gilt auch für die bevorstehende Entscheidung des EuGH zur Bewertung von „Crispr/Cas9“. Ein langer Atem und Zivilgesellschaftliches Engagement werden deshalb auch im Hinblick auf die bevorstehenden Entscheidungen und Entwicklungen weiter erforderlich sein, aber die Ausdauer lohnt sich, wie die bisherigen Ergebnisse zeigen.

 

Kommentar vom 30. Juli 2018:
Plädoyer fürs Recht auf eigenes Denken
Es kam nun doch unerwartet schnell: das EuGH-Urteil zu „Crispr/Cas9“, der auch „Genschere“ bzw. „Genom Editing“ genannten gentechnischen Methode. Man darf das jetzt auch offiziell juristisch so nennen, denn der EuGH hat genau das auch getan. Entgegen den Erwartungen und Hoffnungen ihrer Befürworter und trotz der „Vorlage“ des zuständigen Generalanwalts, der keinen juristischen (!) Unterschied zwischen natürlicher Züchtung und Crispr/Cas9 erkennen konnte oder wollte. Auch diese Methode fällt somit unter das Gentechnik-Gesetz von 2001 und mittels ihr hergestelltes Saatgut unterliegt der Freisetzungsrichtlinie, produzierte Lebensmittel sind im Sinne des Gesetzes kennzeichnungspflichtig.

Dass jetzt die Kritik der unterlegenen Seite laut wird – geschenkt. Im gegenteiligen Fall wäre es ebenso gewesen. Was vielmehr verwundert, sind die in deutschen Leitmedien zu lesenden Beiträge, Interviews, Kommentare, die nun im Nachhinein den Richtern Angst vor dem emotionsgesteuerten Verbraucher vorwerfen. – Hatten wir das nicht eben schon mal irgendwo?

Tatsächlich gilt es ja als beliebte Methode der Diskreditierung von Skeptikern, ihnen erst mal Ignoranz und Unwissenschaftlichkeit, Irrationalität und Ideologie vorzuwerfen. So, als säßen auf der anderen Seite nur unbelehrbare Deppen, während doch seriöse Wissenschaftler sich die denkbar größte Mühe gäben, die Menschheit zu retten und vor allem doch das angeblich stärkste Argument für sich beanspruchen können: Rationalität. Dass es auch aufseiten der Gentechnik-Gegner honorable Spitzenwissenschaftler gibt, die genau diese Euphorie nicht teilen, wird geflissentlich ignoriert oder unterschlagen – siehe Thema des Vortrags von Steven Druker.

Was allerdings noch bedenklicher ist, ist der „Tunnelblick“, sobald die Wissenschaftsgläubigkeit  auf den Prüfstand kommt. Dann betrachtet man jegliche Infragestellung erst mal als Majestätsbeleidigung. Kann es denn etwas Unbezweifelbareres geben als wissenschaftliche Fakten? Haben wir nicht auch vor ein paar Monaten den „March for Science“ bejubelt, der sich dem Leugnen unbestreitbarer Fakten – wie z. B. dem Klimawandel – widersetzt? Klar – und um es auch gleich deutlich zu sagen: Es geht hier nicht um die Diskreditierung von Wissenschaft und auch nicht um Verdächtigungen. Doch die Frage, ob die Absolutsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen bzw. das Gerinnen zu Dogmen mit Wissenschaftlichkeit, mit Rationalität und mit Seriosität noch zu vereinbaren ist, muss erlaubt sein.

In der SZ vom 28. Juli schreibt Werner Bartens unter der Überschrift „Das Recht auf Unbehagen“: „Auch wenn sie weder medizinisch noch biologisch zu begründen sind, haben derartige Vorbehalte ihre Berechtigung und sollten ernst genommen werden.“ Immerhin – das klingt schon anders als das, was seine Kollegin Kathrin Zinkant am Tag nach der Veröffentlichung des Urteils verlautbarte, dass nämlich „wieder einmal die Angst gewonnen“ habe. In die gleiche Kerbe haut Christoph Stöcker auf Spiegel Online – und überhaupt ist bemerkenswert, mit welcher Einseitigkeit und unkritischen Vorbehaltlosigkeit seriöse Medien sich auf die Seite der Befürworter schlagen.

Mit Verlaub, das ist nichts weiter als Verblendung, das ist Jubelpersertum. So zu tun, als sei technisch-wissenschaftliche Rationalität die einzige Form von Rationalität, die „erlaubt“ sein dürfte und die zudem auch noch normsetzend sei, ist genau die Sorte Arroganz und Ignoranz, der mündige Bürger – und nicht nur „Verbraucher“ – zu Recht skeptisch gegenüberstehen und gegenüberstehen sollten bzw. sollen dürfen.

Sich des eigenen Verstandes zu bedienen ist zwar auch trotz des Aufruf Immanuel Kants nie groß in Mode gewesen, aber wenn es dann doch mal passiert – und die Richter in Luxemburg haben offenbar von diesem Recht Gebrauch gemacht –, wird gleich wieder die Unterwerfung unter die Autorität von „Wissenschaft“ gefordert. Zu Recht mokiert sich der aufgeklärte Mensch des 21. Jahrhunderts darüber, wenn die Glaubenskongregation in Rom den Gläubigen ihrer Kirche Denkverbote dieser Art zumutet. Doch für „die Wissenschaft“ soll es da einen Freibrief geben? Eine Unantastbarkeit, weil postulierte Unfehlbarkeit?

Vor mehr als 60 Jahren hielt Martin Heidegger einen Vortrag unter dem Titel „Gelassenheit“, in dem er das „rechnende Denken“ vom „besinnlichen Denken“ unterschied und feststellte: „Der heutige Mensch ist auf der Flucht vor dem DenkenDiese Gedankenflucht ist der Grund für die Gedankenlosigkeit. Zu dieser Flucht vor dem Denken gehört es aber, daß der Mensch sie weder sehen noch eingestehen will.

So sehr nämlich das „rechnende“ (oder auch wissenschaftlich-rationale) Denken seine Berechtigung hat, es bleibt doch festzuhalten: „Das rechnende Denken hetzt von einer Chance zur nächsten. Das rechnende Denken hält nie still, kommt nicht zur Besinnung. […] Das besinnliche Denken verlangt von uns, daß wir nicht einseitig an einer Vorstellung hängenbleiben, daß wir nicht eingleisig in einer Vorstellungsrichtung weiterrennen. Das besinnliche Denken verlangt von uns, daß wir uns auf solches einlassen, was in sich dem ersten Anschein nach gar nicht zusammengeht.

Was das mit „Gelassenheit“ zu tun hat? Nun, um noch mal Heidegger zu Wort kommen zu lassen: „In dieser Haltung sehen wir die Dinge nicht mehr nur technisch. Wir werden hellsichtig und merken, daß die Herstellung und die Benützung von Maschinen (und man kann ergänzen: Techniken und Methoden, JB) uns zwar ein anderes Verhältnis zu den Dingen abverlangen, das gleichwohl nicht sinnlos ist.

Wäre es nicht an der Zeit, mal wieder die Sinnfrage nach dem wissenschaftlichen Tun zu stellen – und das als Gesprächsangebot, und nicht als Kampfansage aufzufassen?

Johannes Bucej

 Veröffentlicht von am 24.07.2018
Jul 022018
 

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde von Slow Food München,

Wir können feiern! So ein schönes Sommerfest
Mit und bei Garibaldi feierten wir am vergangenen Samstag gemeinsam mit ein paar Hundert Menschen ein wirklich feines Sommerfest; ganz wie es sein soll: sehr genussvoll, lauschig, musikalisch, entspannt, einfach schön. Wir danken dem Team von Garibaldi, allen unseren Helfern und Essenständen: Aufstriche von Karin auf verschiedensten Brotsorten von der Lokalbäckerei BrotZeit, Susanne Hofmann vom Tölzer Kasladen, Wolfgang Speth mit seinen Schinkenspezialitäten, unserem Slow Mobil und natürlich Familie Finsterwalder von der Simsseer Weidefleisch eG. Die beiden Weinbars wollen wir nicht unerwähnt lassen. Der Erlös der Tombola, mit vielen tollen, auch sehr persönlichen Gewinnen geht übrigens ans Slow Mobil!

Und auf dem Tollwood-Sommerfestival im Olympiapark gibt es neben Kultur und Kulinarik in diesem Jahr den Pavillion der Artenvielfalt. Die Genussgemeinschaft Städter & Bauern ist mit dabei.

Immer noch akut: Volksbegehren Artenvielfalt
Biotopverbund, bessere Ausbildung, mehr bio, mehr öko, mehr Blühwiesen, mehr Transparenz, weniger Pestizide! Da sind wir mehr als nur dabei. Informieren und mitmachen: https://volksbegehren-artenvielfalt.de

Laudatio
Prof. Theo Gottwald erhält die bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt. Herzlichen Glückwunsch!

Medien und Lesetipps
Hühner und ihre Eier, Leseprobe, Nr. 26 / 2018 des journal culinaire: Warum Schwed*innen Eier waschen, welche Berufskrankheiten Hochleistungshühner haben, tolle Rezepte, ja auch für Oeufs en meurette, der Schälbarkeit von Eier auf der Spur. Und und und. Ei(n) muss!

Vom Winde vergiftet: Abdrift von Mals bis Wendland, Parallelgesellschaften problematisiert: auf der einen Seite der ökologisch bewirtschaftete Gemüseacker, auf der anderen das konventionelle Zuckerrüberfeld oder Apfelplantage, dazwischen tägliche Fallwinde oder seltenere Sandstürme und alles ist verteilt: schöner spritzen!

Gemeinsam einsam– Minister for Loneliness, arte-Mediathek
England hat als erstes Land ein Ministerium gegen Einsamkeit, die Zivilgesellschaft ist schon lange aktiv: Beispiel gemeinsam kochen und essen: People’s Kitchen stemmt sich gegen den Trend, dass Menschen in Großstädten nur noch funktionieren, aber nicht mehr interagieren. Außerdem Hühnerprojekt im Seniorenheim.

 

Was hat im Juli Saison?
Erbsen, grüne Bohnen, erste Freilandtomaten aus dem eigenen Garten, Krautgarten oder vom Balkon.

Was hat immer Saison?
Falschparker mit Provinzkennzeichen im absoluten Halteverbot; so wurde für das Slow Mobil die Einfahrt zum Sommerfest zum Millimeter genauen Rangiermanöver.

 

Terminvorschau:
Do, 20. bis Mo, 24. Septemberin Turin: Salone del Gusto 2018,

So, 21. Oktober von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHSmit Stefan Becker: Federvieh vom Feinsten mit Les Bleues Gockel, buchbar im Programm der VHS München,

So, 18. November von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHSmit Stefan Becker:  Pasta – fatto a mano, buchbar im Programm der VHS München.

 

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 4. Juli um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz. Zweiter Versuch in Sachen, bei schönem Wetter im Biergarten.

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

 

 Veröffentlicht von am 02.07.2018
Jun 042018
 

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde von Slow Food München,

Sa, 30. Juni, von 16:00 bis 22:00 Uhr:
Slow Food München Sommerfest @ Garibaldi – zurück auf Anfang..
Wir feiern bei Garibaldi (Zentrale Petuelring, Frohschammerstr. 14) unser Sommerfest 2018. Bei jedem Wetter! Freunde, Mitglieder und Kunden sind herzlich willkommen. Feiern, schöne Weine, gutes Essen, stimmige Live-Musik. Es gibt zwei Weinbars, eine mit Weinen für jeden Tag und eine für Edelstesauch glasweise. Dazu Verkostungsstände und den Rahmen für viel beste Laune und Geselligkeit. Feines Brot von der Lokalbäckerei BrotZeit, Käsespezialitäten und Schinken aus überraschender Herkunft. Ein Flipperturnier, Wurfspiel, eine Tombola fürs Slow Mobil (Lospreise für die Tombola werden gerne genommen!); Eintritt 5,- Euro für die Musik. Eure Anmeldung, hilft uns zur besseren Planung bitte bis 26. Juni an: muenchen@slowfood.de

Sa, 16. Juni von 10 bis 18 Uhr: Hollerblütenfest– Bauern- und Handwerkermarkt in Fischbachau
buntes Programm; die Ökomodellregion Miesbacher Oberland lädt alle Münchnerinnen und Münchner herzlich ein, die Genussgemeinschaft ist mit einem Infostand präsent.

Volksbegehren Artenvielfalt
Biotopverbund, bessere Ausbildung, mehr bio, mehr öko, mehr Blühwiesen, mehr Transparenz, weniger Pestizide! Da sind wir mehr als nur dabei. Informieren und mitmachen:
https://volksbegehren-artenvielfalt.de

 Angekommen in der Rogatekirche: Kochen mit Studenten
Große Freude und ein ganz großes Dankeschön an die Gastgeber. Unser Kochen mit Studentinnen und Studenten findet jetzt sonntags alle 2 Monate fest in der evangelischen Jugendkirche in der Rogate Kirchengemeinde statt. Am 1. Juli natürlich ein Sommermenü. Infos, Anmeldung. Jetzt fehlt nur noch eine neue Heimat für die Spielküche.

Weitere Termine im Juni:
Sa, 30. Juni: Mitgliederversammlung 2018 Slow Food Deutschland e.V. in Kassel; wer rechtzeitig den ICE von Kassel nach München zurück nimmt, kommt noch in Ruhe zum Höhepunkt des Fests.

 Medien- Lese- und Buchtipps
Mahlzeit! Köstliche Kantinenküche, ZDF-Mediathek plan b: u.a. Kopenhagen – viel Gemüse, wenig Fleisch, alles in bester Saison-Qualität, gute und motivierte Köchinnen und Köche; Paris sowieso.

Karin Lochner, Peter von Felbert: Sehnsucht Alm–  zwischen Alltag und Bergromantik, Bruckmann Verlag, München 2018.

Was Bienen wirklich hilft
Gedanken zum Weltbienentag und über falsche Freunde,

Japan: The Encyclopedia of German Bread von Tomoko Morimoto; erster Preis in der Kategorie Brot des 2018 Gourmand Cook Book Award. Rudolf Böhler hat Fotos und Rezepte beigesteuert, weitere Nominierte in der Kategorie – falls jemand kein japanisch kann – dafür aber französisch: Le Grand Livre de la Boulangerie (Edition Ducasse) oder deutsch: Brot  – auf der Suche nach dem Duft des Lebens. Für alle gilt: pazzo del pane oder verrückt nach Brot.

 

Was hat im Juni Saison?
Erdbeere und Rhabarber, ein Traumpaar – wie Sissi und Franz, Savchenko und Massot oder Siegfried und Roy.

Was hat immer Saison? Getwitterter Blödsinn! Gentechnik statt Hartz IV.
Versuchen wir mal wissenschaftliche Diskurse über Kürzest-Texte mit vielen Gartenzäunen (neudeutsch: ## Hashtags) zu führen. So geschehen im Kontext grüne Gentechnik. Klar, dass ein Gentechniker immer Gentechnik zur Lösung aller Menschheitsprobleme bereithält. Der nun folgende Vorschlag eines Herrn W. ist so gut, dass wir einfach zitieren müssen: Wenn ein Bauer in Afrika einen bestimmten Prozentsatz seiner Erträge an einen Großgrundbesitzer abgeben muss, wird eine gentechnisch veränderte Nutzpflanze daran nichts ändern. Sie kann aber dafür sorgen, dass er mehr erntet und somit mehr für ihn übrigbleibt.

Wie wäre es mit äh, Bodenreform, gerechter Sozialpolitik oder einfach Vertreibung des Großgrundbesitzers? Z.B. per Mistgabel, hat in Frankreich 1789 bestens funktioniert. Armer Max Planck!

Sechzigjährige Jubiläen
1958 „erfand“ Maggi im schönen Singen die Dosenravioli, seitdem begleitet uns diese Errungenschaft als geschweißtes Italien. Erst seit 1958 dürfen Frauen in Deutschland übrigens auch ohne Zustimmung ihres Mannes arbeiten, ein eigenes Bankkonto war dann allerdings nicht vor 1962 erlaubt.

Terminvorschau:
Do, 20. bis Mo, 24. Septemberin Turin: Salone del Gusto 2018,

So, 21. Oktober von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHS mit Stefan Becker: Federvieh vom Feinsten mit Les Bleues Gockel, buchbar im Programm der VHS München,

So, 18. November von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHSmit Stefan Becker:  Pasta – fatto a mano, buchbar im Programm der VHS München.

 

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 6. Juni um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz . Bei schönem Wetter im Biergarten.

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

 

Termine:
Mi, 6.6. – 19h: Stammtisch,

Sa, 16. Hollerblütenfest in Fischbachau,

Sa, 30.6. ab 16h: Sommerfest bei Garibaldi

So, 1.7. – 14h: Studentenküche,

 Veröffentlicht von am 04.06.2018
Apr 302018
 

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde von Slow Food München, 

Den Mittelpunkt gefunden
Eine Restauranteröffnung der anderen Art erlebten wir beim neuen VollCorner Bio-Restaurant & Café resihuber: klar, alle Chefs und Chefinnen waren da, die Presse, die Blogger, die Schnorrer, das Küchenteam, der Service usw. Aber die Hauptrolle spielten die Produzenten und ihre Produkte: Gärtner, Bauern, Metzger, Bäcker, Imkerin, Kaffeeröster, Winzerin, Brenner; inkl. Kind und Hund. Eine echte Freude war’s! Und keiner hatte es recht weit, ja der Frankenwein vielleicht.

Selber denken, selber machen, selbst versorgen
Am Fr, 8. Juni machen wir einen Ausflug auf den Boarhof von Markus Bogner nach Holz (zwischen Gmund und Bad Wiessee), nicht typisch Tegernsee. Das alles auch anders geht, das zeigen uns der Hof und seine Protagonisten. Anmeldelink siehe Terminvorschau.

Was hat im Mai Saison?
Spargel natürlich, weiß oder grün, am liebsten pur oder auch mit Butter oder Olivenöl oder selbst gemachter Sauce Hollandaise oder oder. Und Spargel ist auch das Thema der Mai-Sendung von Radio Slow Food München auf LoRa92.4. live am Do, 3. Mai um 20 Uhr und später jederzeit als Podcast.

Was hat immer Saison?
Weitergeleitete WhatsApp-Weisheiten, wie ein Geldanlagevergleich Fernsehbier gegen Commerzbankaktien. Wir lernen, das Bierinvestment bietet allein schon dank übrig gebliebenem Mehrwegpfand mehr Bares, als die Aktien im Depot noch an Wert haben.

Termine im Mai:
Mi, 16. Mai – 19 Uhr: Spargel schmeckt Silvaner, Menü mit Weinbegleitung in Volkhardts Weinbar (Kosten 59,- Euro; Anmeldung),

 

Bewegte Bilder, Medientipps
Rotes GoldDie Geheimnisse der Tomatenindustrie,

Kleinstpackungsökonomie1,- Euro pro Tag; die Armen der Welt als Kunden von Europas Konzernen; Unilever und Nestle von Kenia bis Brasilien. Big Business: Brühwürfel, Toastbrot, tropentauglicher Margarine und Zuckerjoghurt als unser täglich Brot, 3sat-Mediathek,

Der Wahnsinn mit dem Weizen: die Folgen unserer Agrarpolitik, am Beispiel Senegal, Mediathek ZDF zoom+: europäischer Weizen und Lebensmittelexporte verdrängen einheimische Erzeugnisse und bald auch deren Erzeugerinnen,

Qualität aus Bayern 2.000 Schweine in Osthausen (Würzburg) fermentieren tot im Stall seit November, Behörden reagieren wie bei Bayern-Ei: kompetent, schnell und sicher,

 

Die gute Nachricht
Die Förderung der Ökomodellregionen im Rahmen des Programms Bio-Regio Bayern 2020 wurde gerade um weitere drei Jahre verlängert!

Curriculum Slow Foodiensis
So oder ähnlich könnte man auf gut bayrisch zusammenfassen, wie alle schnell Zugang zum Slow Food Universum erhalten. In lockerer Folge hier Rezepte, Lesetipps, und Infos rund um verschiedene Qualitätssiegel.

Rezepte und Buchtipps
Allen Interessierten möchten wir gerne die Rezepte unseres wunderbaren Kochtags mit Lolo aus dem Burgund bei den Pfannenfreunden im März zugänglich machen; hier der Link: die Rezepte sind von Laurence Raduoan, übersetzt und redaktionell bearbeitet hat sie Johannes Bucej, danke für eure dt.-frz. Koproduktion!

D. Ueter: Lamm und Zicklein, „nose-to-tail“, Ulmer Verlag , Stuttgart 2018.

Terminvorschau:
Fr, 8. Juni von 17 bis 19 Uhr: Hofführung und Brotzeit Boarhof am Tegernsee; Anmeldung bis 5. Mai; (Kosten: 15,- Euro plus Brotzeit),

Sa, 30. Juni: Mitgliederversammlung 2018Slow Food Deutschland e.V. in Kassel,

Do, 20. bis Mo, 24. Septemberin Turin: Salone del Gusto 2018,

So, 21. Oktober von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHS mit Stefan Becker: Federvieh vom Feinsten mit Les Bleues Gockel, buchbar im Programm der VHS München,

 So, 18. November von 10 bis 17 Uhr: Kochkurs in der MVHS mit Stefan Becker:  Pasta – fatto a mano, buchbar im Programm der VHS München.

 

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 2. Mai um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz .

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

 

Termine:
Mi, 2.5. – 19h: Stammtisch,

Do, 3.5. – 20h: Radio Slow Food München Thema Spargel auf LoRa92.4,

Mi, 16.5. – 19h: Spargel & Silvaner in Volkhardts Vinothek.

 Veröffentlicht von am 30.04.2018
Mrz 222018
 

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde von Slow Food München,

Burgunder Spitzen bei den Pfannenfreunden
Mehr Europa und mehr Verbindendes geht wohl nicht: wir haben zu zwanzigst mit Lolo aus dem Burgund bei den Pfannenfreunden gekocht, toll gegessen, getrunken und gefeiert. Eine schöne Veranstaltung, Wiederholung garantiert!

 Was macht die Kirsche in der Wurst? Slow Food Qualität und Kriterien
Was gilt für ein Mitglied, für Unterstützer, die Aufnahme in den Genussführer; was sind Messekriterien? Ein Potpourri an nicht immer selbsterklärenden Positionen. Die Kirsche ist übrigens das Acerola-Kirschpulver, der besserklingende Nachfolger der Ascorbinsäure (E300). In Sachen Slow Food Messe hier der Link zur Ausstellungsordnung. Wir fragen hiermit in die Runde, ob Interesse an einer Info-Veranstaltung zu diesen Themen besteht. Feedback willkommen!

Wer gehört zu wem? D wie Dotsch
Nachzulesen im Genussführer ABC: Oberpfalz/ Nordbayern/ Zubereitungsart/ Kartoffeln; gehören definitiv zu Deutschland, obwohl aus Südamerika eingewandert, beim heiligen Nonnenfürzle!

Was hat im April Saison?
Saisonkalender zum Ausdrucken und online. Oder als Schweizer Kunstwerk von Slow Food Youth: Calendarium Culinarium. So oder so – in diesem Jahr ist alles hintendran. Der Winter ist tot. Es lebe der Frühling!

Was hat immer Saison? Plastiqu-EU
Neulich im Posteingang: eine EU-Politikerin schreibt, was sie Tolles in der Agrarpolitik macht und verlinkt ihre Rede auf YouTube. Draufgeklickt, gewundert. Leere Ränge, aber überall Plastikflaschen mit Wasser im Bild. Eindecken nennt man das wohl. Oder gegen zu trockene Reden. Es ist so leicht, über den globalen Süden zu referieren und in eigener Griffweite falsch zu handeln.

 

Termine im April:
Do, 5. bis So, 8. April: Slow Food Messe in Stuttgart: Markt des Guten Geschmacks mit umfangreichem Rahmenprogramm,

Gemeinsam ins Kino: Sa, 14. April um 15 Uhr: Zeit für Utopien – eine filmische Entdeckungsreise;  Monopolkino, Schleißheimer Str. 127; Link zum Termin und zur Filmwebseite Wir machen es anders!, einige Protagonisten werden anwesend sein!

Mo, 16. April um 18 Uhr: Podiumsdiskussion: Plastik. Vom Segen zum Fluch; wo: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11 (Residenz), Infos,

Fr, 20. und Sa, 21. April: Hausmesse beim Slow Food Unterstützer rotWEISSrot & furore, Biber & Söhne sozusagen, das Sortiment: Weine aus Deutschland und Österreich, Info,

 

Neuigkeiten rund um die Slow Food München Unterstützer:
VollCorner eröffnet am 19. April ein Bio-Bistro am neuen Standort Resi-Huber-Platz, gleich bei der U-Bahn Brudermühlstraße: resihuber. Prima Wiedererkennungseffekt bei sehr sehr regionalen Lieferanten. Unbedingt vorbeischauen! Neuer Unterstützer und nach wie vor ganz feine Weißwürste vom Metzger Braun in Wiedenzhausen. Und auch das: die Wagnis-Wohngenossenschaft veranstaltet regelmäßig einen Bauernmarkt in Domagkpark, München Nord. Bekannte Produzenten garantiert, Mogli und BrotZeit. Für alle gilt: wea ko, dea ko.

 

Medientipps:
Aufgegabelt BR-Mediathek: Alexander Herrmann mit Les Bleues von Florian Reiter (Chiemgauhof Locking) und Haselnüssen aus Middelfrangen.

Die vermeidbare Krise – die Umweltkatastrophe der deutschen Fleischindustrie. Ein brandneuer Report der NGO Mighty Earth. Mit Drohnen den Futtermittelimport-Irrsinn dokumentieren.

 

Terminvorschau:
Sa, 30. Juni: Mitgliederversammlung 2018 Slow Food Deutschland e.V. in Kassel,

Do, 20. bis Mo, 24. September in Turin: Salone del Gusto 2018.

 

Das Schnäppchen zum Schluss: 10% BILLIGER
Die Romero-Stiftung startet eine Initiative im Billig!-Wurfzettel-Gewand. Diesmal in Edeka-Aufmachung. Netto, Penny, Rewe, ALDI, Lidl können aber genauso, niemand wird bevorzugt.  Also schnell hin, Hirn ausschalten, Schnäppchen-Gen einschalten: Chicken Nuggets der Eigenmarkte BÖS&BILLIG zum TOP-PREIS von 2,29 Euro mit antibiotikaresistenten Keimen dank industrieller Tierhaltung. Exemplare hier selbst bestellen.

Ja mei, den Filterblasen-Bio-Edelfress-Luxus muss man sich erst mal leisten können. Das hören wir recht häufig.  Nein! Alles eine Frage der Priorität und Wertschätzung: Sauerteig statt Alufelgen. Und vor allem Teil einer gestaltenden Sozial- und Agrarpolitik. Egal, ob beim Nichtregieren, zwischendrin geschäftsführend Nichtstun oder in Bayern durchgängig seit 1957 an der Macht: Exorbitante Wohnungsmieten in Ballungsräumen, prekäre Jobs, Niedriglöhne und dafür dann Billigfleisch essen, stehen so nicht in der Bibel.

 

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 4. April um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz.

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

 

 Veröffentlicht von am 22.03.2018
Feb 272018
 

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde von Slow Food München,

Burgund kommt nach München
Nicht als Gegenentwurf, sondern ein Gegenbesuch. Aus einer kleinen Reisegruppe ins weinselige Burgund, kehren wir mit der Idee eines wunderbaren gemeinsamen Kochens zurück nach München: Laurence Radouan aus dem Convivium Burgund improvisiert. Stefan Becker hat die Pfannenfreunde reserviert, Johannes Bucej übersetzt, was nicht selbsterschmeckend ist. Termin: Samstag, 24. März nachmittags, Kostenbeitrag 25,- Euro plus Wein; Hinweis: Kurs ist bereits ausgebucht, nur Warteliste!

Bier jetzt! Genussrechte beim Haderner Bräu
Gut besucht war die erste Infoveranstaltung zu Genussrechten vom Haderner Bräu. Einige gibt es noch. Infos hier.

Von Gockeln und Gemeinschaftsverpflegung
Genussgemeinschaft goes Gemeinschaftsverpflegung. Ein tolles Presseecho fand ein Infonachmittag im Broeding für Köche und Köchinnen aus der Betriebsgastronomie. Ziel der Veranstaltung war, Zweinutzungshühner in bio-Qualität und aus der Region in die Gemeinschaftsverpflegung zu bekommen und mitzuhelfen, Erzeugernetzwerke aufzubauen. Unsere Slow Food Freunde in Hamburg starten ein ähnliches Projekt mit dem deutschen Lachshuhn. Denn bei diesen Rassegeflügeln, die sowohl Eier legen als auch gut Fleisch ansetzen, müssen die Brüder der Eierlegenden nicht gleich geschreddert werden, wie sonst üblich. Wir werden im Herbst eine Verkostung für unser Convivium organisieren, dazu Les Bleues vom Chiemgauhof Locking und Lachshuhn von Wendland Geflügel.

Nicht nur Essen: von Heimat, Tafeln, Oberleitungen und Löwen
In Berlin ganz neu einen Heimatminister, in Essen die Tafeln in Hyperventilation und in München Pendler bei TK-Temperaturen fast zwei Stunden in der S-Bahn jenseits von Pasing festgesteckt. In diesen Tagen alles Ausdruck, wie Politik Prioritäten setzt und mit welch geringer Wertschätzung mit Menschen umgegangen wird. Egal, wo sie herkommen und wie lange sie schon da sind. Wir empfehlen dazu übrigens bald mit viel Make-up Söder Persönlich überall in Bayern: Heimat, Glauben, Sicherheit, Soziales und Visionen. Manchen würde als Heimat schon eine funktionierende S-Bahn oder wenigstens eine schnellere Feuerwehr genügen. Um das Essen geht es dann ein andermal.

 

Weitere Termine im März:
Do, 1. März um 16:30 Uhr, Besichtigung der Hofpfisterei-Bäckerei, stattreisen münchen bietet regelmäßig Führungen durch die heiligen Hallen von Pfister Sonne & Co. (auch Slow Food Unterstützer); Anmeldung,

Fr, 9. bis So, 11. März, Käsefestival Sand in Taufers, Südtirol, Italien,

Sa, 10. März von 10 bis 13 Uhr in Aying: Zwicklbiertag beim Slow Food Unterstützer Ayinger Bräu,

Sa, 17. März von 13 bis 18 Uhr: Ostermarkt auf dem Billesberger Hof in Moosinning,

Mo, 19. März um 18 Uhr: Insektensterben. „Der stumme Frühling“? Vortragsabend mit Diskussion; Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, Info,

Di, 20. März um 19 Uhr im Zukunftssalon des oekom-Verlags: Deutschland neu denken: Acht Szenarien für unsere Zukunft; Info,

 

Terminvorschau:
Do, 5. bis So, 8. April: Slow Food Messe in Stuttgart: Markt des Guten Geschmacks mit umfangreichem Rahmenprogramm,

Sa, 30. Juni in Kassel: Mitgliederversammlung 2018 Slow Food Deutschland e.V.,

Do, 20. bis Mo, 24. September in Turin: Salone del Gusto 2018.

 

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 7. März um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz.

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

 

Termine im März:

Do, 1.3. – 16:30h: Führung durch die Hofpfisterei (stattreisen),
Mi, 7.3. – 19h: Stammtisch,
Sa, 17.3. ab 13h: Ostermarkt
auf dem Billesberger Hof,
Sa, 24.3. Kochen mit Lolo, Pfannenfreunde,

 Veröffentlicht von am 27.02.2018
Jan 302018
 

Liebe Mitglieder und Freunde von Slow Food München,

Wir haben Agrarindustrie satt: von Töpfen und Tellern
Mehr als 33.000 TeilnehmerInnen kamen zur schon traditionellen Paralleldemo „Wir haben es satt!“ in Berlin zum Auftakt der Grünen Woche. Ein beeindruckender Protest mit medienwirksamen schönen Bildern und vor allem sehr vielen jungen Leuten. Und das am Tag der Nachricht vom Tod von Paul Bocuse. Andere Zeiten, zwei Welten! Dennoch, die Qualität des Lebensmittels steht bei beiden im Vordergrund und Generationen junger Menschen haben es gelernt, wurden inspiriert, es später auch ganz anders zu machen. Und seinerzeit waren die Irrungen von Agrarchemie, Geschmackwegzüchten und Tierwohlmissachtung noch nicht Grundpfeiler des Ernährungssystems.

Bier jetzt! Genussrechte beim Haderner Bräu
Im Viertel gebraut, bereits prämiert, alle Zutaten kommen aus der Region, es schmeckt und ist biozertifiziert. Jetzt kommt die lokale Finanzierung über Genussrechte dazu. Investiert wird u.a. in neue Brautechnik, die effizienter und energiesparender ist. Infoveranstaltung am 7.2. – siehe Termine! Interessenten dürfen dafür ausnahmsweise auch mal den Stammtisch schwänzen.

Fleisch eins
Fast alle unsere Mitmenschen legen Wert auf Tierwohl, regionale Lebensmittel und wollen dafür gerne mehr Geld ausgeben! So sagt es zumindest der aktuelle Ernährungsreport 2018. Hmm, kurz einen Exkurs ins deutsche Lieblingsthema Autofahren: gefühlte 99% aller Autofahrer sind gute Autofahrer, jeder hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung, niemand drängelt oder fährt dicht auf und jeder setzt beim Spurwechsel immer den Blinker. Blickt man sich jedoch um, so sieht die Realität etwas anders aus. Sprich, jeder weiß mittlerweile, was in Umfragen gerne gehört wird. Kompetente Minister lassen das dann in schönen Infografiken und Reports weichspülen. Nur die Ladenkasse, die Viecher im Stall oder auch der Radlfahrer nebendran, haben wenig davon bemerkt.

Voll Fett, voll Rahm – der Januar der Genussgemeinschaft:
Nach dem Olivenölabholtag der uns eng verbundenen Platanenblatt SoLaWi-Initiative auf Lesbos ging es zum Buttern aus Rohmilch (präziser: Sauerrahm) nach Fischbachau, Werner Haase butterte nicht nur für und mit Slow Mobil Köchen, Münchnern und Ingolstädtern. Das Öl gibt es noch und gebuttert wird auch bald wieder.

Termine im Februar:
Do, 1.2. um 20 Uhr, Radio Slow Food München; Thema: Tee, auf Radio LoRa92.4,

Di, 6.2. um 19 Uhr: Vortrag: Wie werden wir morgen Lebensmittel einkaufen? von Stephan Paulke, basic AG, in Kooperation mit Umwelt-Akademie e.V., GLS-Bank, Bruderstr. 5a,

Mi, 7.2. um 19 Uhr: Infoveranstaltung Genussrechte Haderner Bräu; wo: Münchner Girgbräu GmbH, Großhaderner Str. 16, 81375 München,

Auswärts, aber trotzdem wichtig:
Fr, 9.2. von 18 – 20h: Infoveranstaltung zum Donau-Nationalpark im Festsaal in Ingolstadt; damit dort nicht nur die Gegner lautstarke Präsenz zeigen,

So, 25.2. von 10 – 17 Uhr: Saatgutfestival im ÖBZ, auch dieses Jahr sind wir wieder mit einem Infostand und Saatgut von der Kesselheimer Zuckererbse aus Andernach dabei; mehr..

Medien-, Buch- und Lesetipps:

Fleisch zwei und Fleisch drei: Rupert Ebner in der Rundschau im BR und der aktuelle Fleischatlas 2018 der Heinrich-Böll-Stiftung zum Herunterladen.

Landlos: Landgrabbing im Osten
Aus dem landwirtschaftlichen Wochenblatt; trotz Bauernverband-Prawda-Image lesen wir sie regelmäßig. Investoren aus aller Welt und allen Branchen machen immer mehr auf Feudalismus und kaufen/nehmen Biobauern das Land weg.

Und nochmal der Hinweis, weil‘s so fein ist: das neue Kochbuch von Claudio Del Principe, der vom anonyme Köche-Blog: A Casa – Gut kochen. Besser Essen. Jeden Tag, AT-Verlag, 2017,

Mindestlohn rauf, Stundenzahl erhöht: 38% der Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe verdienen unter dem Mindestlohn. Dabei wollen Wissenschaftler wieder mal herausgefunden haben, dass das Servicepersonal den stressigsten Job überhaupt hat.

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 7. Februar um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz.

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

Termine im Februar:
Do, 1.2. – 20h: “Tee”, Radio Slow Food München,
Di, 6.2. – 19h: Vortrag Zukunft des Lebensmitteleinkaufs, GLS-Bank,
Mi, 7.2. – 19h: Stammtisch,
Mi, 7.2 – 19h: Genussrechte-Info Haderner Bräu,
So, 25.2. – 10h: Saatgutfestival im ÖBZ.

 Veröffentlicht von am 30.01.2018
Dez 212017
 

Liebe Mitglieder und Freunde von Slow Food München,

 Vorsätze für das neue Jahr 2018
Heilfasten, abnehmen, zunehmen, weniger Fleisch, nur noch gutes Fleisch, vor allem wenn außer Haus, nur noch gut essen, aber nicht mehr ewig über Essen reden; eine richtige Regierung, vielleicht schon zu Ostern oder Pfingsten, nicht nur so eine to-go, die geschäftsführend Glyphosat verlängert; mehr Engagement im Ehrenamt, alles weniger, stiller, lauter, gemeinschaftlicher? Apropos Regierung, Italien wählt im März neu, wetten wir einen Lugana, wer slower ist? Egal, das neue Jahr beginnt für uns mit einem ganzen Reigen an interessanten Vorträgen. Futter für’s Hirn – siehe Termine.

Die gute Nachricht! Jetzt bewerben: Slow Food Youth Akademie
Neue Runde 2018 des Trainingsprogramms für junge Erwachsene (Azubis, Berufstätige, Studenten) aus Gastronomie, Handwerk, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft. Infos! Bitte im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis rumerzählen und weiterleiten. Schafft Perspektiven!

Wo hört Slow Food auf, wo fängt es an?
Damit meinen wir jetzt ausnahmsweise nicht unser Lieblingsthema. Nein, wir dehnen unsere Forderungen wie „Recht auf gutes Essen“ aus. Für das Kochen mit Kindern gibt es unser Slow Mobil, das bald in die 11. (!!) Erfolgssaison geht. Aber alles richten können auch wir nicht. IGLU sagt – nicht die Fischstäbchen – 20% der Grundschüler in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben! Hallo? Sollen wir jetzt im Slow Mobil Rezepte rezitieren lassen? Lesepaten für ein Lesemobil gesucht!

Lidl@TUM: nach Aldi-Bistro jetzt auch den Master vom Discounter?
Die TU München bekommt von Lidl 20 Professuren gestiftet, Drittmittel nennt sich das. Ungewöhnlich ist nur die Nichtbefristung. Üblich sind sonst fünf bis 10 Jahre, hier ist es die Arbeitslebenszeit. Dankbarkeit garantiert, wes’ Brot ich ess? Als Standorte sind München und Heilbronn geplant. Ob da auch die Wissenschaft durch entsprechende Einflussnahme Schwarz sehen wird, bleibt abzuwarten. Bei den Fachgebieten – hauptsächlich BWL – ist ja der Schaden nicht allzu groß.

Termine:
Di, 16.1. um 19 Uhr: Vortrag Prof. V. Nüssler: Bewusstes Essen, Sparda-Café, Arnulfstr.15; eine Veranstaltung der Umwelt-Akademie e.V.

Sa, 20.1. um 11 Uhr, Berlin, Hbf/ Washingtonplatz: Demo, parallel zur Grünen Woche: Wir haben Agrarindustrie satt!

Di, 23.1. um 18:30 Uhr: vom Singen und Summen in unseren Feldern, über das Spannungsverhältnis von Landwirtschaft und Naturschutz, Vortrag von C. Unselt (NABU); wo: GLS-Bank, Bruderstr. 5a, Info & Anmeldung,

Do, 1.2. um 20 Uhr, Radio Slow Food München; Thema: Tee, auf Radio LoRa92.4,

Di, 6.2. um 19 Uhr: Vortrag: Wie werden wir morgen Lebensmittel einkaufen? von Stephan Paulke, basic AG, in Kooperation mit Umwelt-Akademie e.V., GLS-Bank Bruderstr. 5a.

Medien-, Buch- und Lesetipps:

Rückblick Ausflug Terra Madre Tag von Rosziska Farkas,

Slow Food Studentenküche, BR-Mediathek: Kochen gegen Stress,

Hier recht wenig bekannt: Farinata, Kichererbsen – sie leben hoch! Geschichte und Rezept,

Neues Kochbuch: Claudio Del Principe, der vom anonyme Köche-Blog: A Casa – Gut kochen. Besser Essen. Jeden Tag, AT-Verlag, 2017,

Altes Kochbuch, endlich deutsch übersetzt: Julia Child, Französisch kochen, Echtzeit Verlag, 2017,

Grund & Boden, Bodenrechtsreform!, Münchner Forum, Standpunkte,

Fleischrechner, vom Sinn und Unsinn der alles einfach ausrechnenden Quantified Self-Bewegung, denn ausschlaggebend ist immer, wie etwas berechnet wird.

 

Ach ja, unsere geliebte Zugspitze hat eine neue Seilbahn, technische Meisterleistung. Hochgefühl. Kulinarisch weniger. Da gilt meist der Grundsatz tolle Aussicht, schlechtes Essen. Doch irgendwie wollen die ganzen chinesischen Touristen harmonisch auf Deutschlands höchsten Berg gelupft werden. Eröffnet wurde pünktlich am 21.12. im vergangenen Jahr. Wie das geht? Die Bayern haben sich klug rausgehalten, gebaut haben die Seilbahn nämlich Österreicher und Schweizer, die können Großprojekte. Auf nach Stuttgart oder Berlin!

Wir sehen uns beim Stammtisch am Mittwoch, 3. Januar um 19 Uhr im Bräuhaus am Kapuzinerplatz.  Und wer mag in Berlin zur grünen Woche zur alljährlichen Demo „Wir haben Agrarindustrie satt!“ am Samstag, 20. Januar um 11:00h am Washingtonplatz/ Hbf.

Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

 Veröffentlicht von am 21.12.2017
Nov 292017
 

Liebe Mitglieder und Freunde von Slow Food München,

Vorweihnachtliche Freuden
Sehr gefreut hat uns die zahlreiche Teilnahme an der Mitgliederversammlung am letzten Sonntag. Die Arbeitsgruppen konnten ein sehr vielfältiges Bild unserer Aktivitäten vermitteln und für Neue sicher den Appetit auf eigenes Mitwirken begeisternd rüberbringen.

Glühweinumtrunk am Hubertusbrunnen (So, 3. Dezember um 15 Uhr) Wir treffen uns auch dieses Jahr wieder zu einem kleinen Glühweinumtrunk am Ostende des Nymphenburger Kanals beim Hubertusbrunnen zu Glühwein, Stollen und Plätzchen.

95 Thesen – Essen: in den Herrmannsdorfer Landwerkstätten
Am Fr, 8. Dezember von 17 bis 20 Uhr laden Slow Food Deutschland und Misereor im Rahmen des 95 Thesen-Programms im Themenblock Essen zu einem kurzweiligen Abend mit Führung durch die Landwirtschaft, die Werkstätten und in das Wirtshaus ein. Programm; Anmeldung.

Kabarett Brot & Spiele
Wer nicht nach Glonn rausfahren möchte, dem sei das eine-Welt-Haus ans Herz gelegt. Hier findet am 8. Dezember um 20 Uhr das Kabarettprogramm Brot & Spiele statt – in Rahmen der Münchner Tage der Menschenrechte.

Unser Terra Madre Tag-Ausflug am Samstag, 9. Dezember ist leider restlos ausgebucht, auch die Warteliste ist voll.

Unsägliches
Das Markenzeichen deutscher Politik nicht nur auf EU-Agrar-Ebene ist ein ewiges Weiter so. In diesen Kontext passt perfekt die aktuelle Zustimmung zur Verlängerung der Glyphosatzulassung. Ein kakophoner Dreiklang aus einer orchestrierten Inszenierung mit lobbygesteuertem namenlosem Minister als Strohmann, einer Agrarindustrie, die weder nachhaltig noch zukunftsfähig ist und einer Kanzlerin, die meint zu wissen, das erst ab 1.000 Liter Bierkonsum in Sachen Glyphosat Grund zur Sorge bestehe und man dann sowieso andere Probleme habe.

Terminvorschau: Samstag 20. Januar 2018, Berlin: Wir haben es satt!-Demo parallel zur grünen Woche. Info. Wer nicht hinfahren möchte, kann sich z.B. an einer Trekker-Patenschaft beteiligen.

Medien- und Lesetipps:
BR-Mediathek: Schmidt Max kocht das Beste aus Resten – u.a. beim SoLaWi-Waldgärtner Siggi Fuchs,

Erlebnis Europa: Acrylamid: Neue Bräunungsregeln für Pommes und Brot. Bald nur noch blass Gedämpftes im Brotkorb und auf dem Teller? Wie so oft im Regulierungskarussell: im Prinzip sinnvoll, in der Ausführung völlig gaga. Bald sollen wir uns eine Farbskala neben Herd und Ofen legen, um den Bräunungsgrad nicht zu dunkel werden zu lassen. Wir werden verschworene Kreise bilden, die heimlich den Röstaromen frönen und unser Brot schön dunkel krusten. Weil das Volk schon Angst vor einem Pommes-Verbot hatte, sah sich die EU-Vertretung zu einer Richtigstellung bemüßigt. Und Slow Food Aachen hatte noch im Sommer eine tolle Dreiländer-Fritten-Rally per Radl organisiert.

Wir sehen uns -ungebräunt- beim Stammtisch am Mittwoch, 6. Dezember um 19:00 Uhr im Kapuziner Bräuhaus am Kapuzinerplatz 5.

Und schließen möchten wir mit den allerbesten Wünschen für eine geruhsame und friedvolle Weihnachtszeit im Kreise von Freunden, lieben Menschen und Familie. Und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018 – ja es ist bald wieder soweit.
Mit genussvollen Grüßen,
Markus Hahnel & Rupert Ebner

Termine:
So, 3.12. – 15h: Glühweinumtrunk,
Mi, 6.12 – 19h: Stammtisch im Kapuziner Brauhaus,
Fr, 8,12. – 17h: 95Thesen: Essen, Herrmannsdorfer, Glonn,
Fr, 8.12. – 20h: Kabarett Brot & Spiele, Eine-Welt-Haus,
Sa, 9.12. Terra Madre Tag.

 

 Veröffentlicht von am 29.11.2017