Arche des Geschmacks

Die Arche des Geschmacks ist ein weltweites Projekt von Slow Food International.
Vergessene oder vom Vergessen bedrohte regionale Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie Speisezubereitungen sollen in diese Arche gesammelt und gerettet werden.

Die Arche des Geschmacks wurde 1996 ins Leben gerufen, um fast vergessene, traditionelle Lebensmittel zu katalogisieren und bekannt zu machen.Die Arche des Geschmacks möchte die letzten verbleibenden Produzenten dieser Spezialitäten unterstützen und das traditionelle Wissen – Teil unseres wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erbes – bewahren. Nach dem Motto:
Essen, was man retten will. Denn was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden, und wird deshalb nicht hergestellt. 

  • Weltweit beherbergt die Arche derzeit rund 4.900 Passagiere
  • In Deutschland gibt es derzeit 73 Archepassagiere
  • Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Nutzpflanzensorten. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst - und Käsespezialitäten, die nur noch von wenigen Produzenten erzeugt werden.

Unsere Passagiere im Convivium München

Im Convivium München haben wir bereits das Murnau-Werdenfelser Rind, die einzige bodenständige Rasse des bayerischen Oberlands, als Passagier in die Arche aufgenommen [mehr].

Als weiterer Passagier sind die “Münchener Brotzeitsemmeln” in der Arche des Geschmacks. Die „Riemischen/Remischen“ (oder auch „Römischen“ – ganz falsch ist allerdings „Römer“) sind rustikale, traditionelle Semmeln mit einem deutlichen Roggenanteil im Teig und oftmals gewürzt mit Kümmel. Sie werden nur noch von wenigen Bäckereien im Münchener Raum angeboten [mehr]

Die Münchener Archegruppe kümmert sich auch um das “Ismaninger Kraut”. Es war höchste Zeit, dass diese lokale Sorte, die nur in der Gemarkung Ismaning wächst, gerettet wird, denn nur noch eine Handvoll Bauern vermehren sie selbst aus eigenem Saatgut und bauen sie eigentlich nur noch hobbymäßig an. Erhältlich ist das Kraut nur in Ismaning bei diesen Bauern. Das Ismaninger Kraut ist besonders geschmackvoll, bildet riesige Köpfe, deren Blätter relativ lose liegen, so dass es sehr gut für Krautwickerl geeignet ist (aber genauso gut als Sauerkraut, Krautsalat und “Bayrisch Kraut”). Die Münchener Arche-Gruppe wird daran arbeiten, das Gemüse auch in München wieder sichtbar zu machen – auf Märkten, in Geschäften und in der Gastronomie, um seinen Bestand durch einen Nachfrage-Schub zu sichern.

Erhältlich ist das Ismaninger Kraut bei:

  • Max Kraus, Bahnhofstr. 21, 85737 Ismaning, Tel. 96 88 73
  • Nikolaus Kraus, Freisinger Str. 22, 85737 Ismaning, Tel. 96 75 49
  • Fa. Tretter, Händler mit großem Stand auf dem Viktualienmarkt
  • Genussgemeinschaft Städter und Bauern; Abholtermine in München werden per E-Mail bekanntgegeben, bitte bei Marlene.Hinterwinkler@t-online.dein Liste eintragen lassen.
  • Sauerkraut (nur in 5-kg-Gebinden!!) gibt es bei den beiden Ismaninger Bauern auf Vorbestellung und ebenfalls über die Genussgemeinschaft.

 

Die Bavesen und den Münchner Bierradi möchten wir als nächstes mit in die Arche aufnehmen. Die Bavesen sind ein Teller-statt-Tonne-Gebäck aus alten Weißbrotscheiben, meist mit Zwetschgenmus gefüllt, in Ei gewendet und schwimmend ausgebacken. Der Münchner Bierradi, der so viel charaktervoller daherkommt wie die fad-wässrigen Japanrettiche aus dem Supermarkt ist eine eine ideale Ergänzung zu Bier und Brotzeit, sehr resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, gut lagerfähig und auch im Hausgarten leicht anzubauen.

Die Arbeitsgruppe

Die Gruppe wird von Rudolf Böhler koordiniert.

Kontakt

Wir freuen uns, wenn Sie Lust haben der Arbeitsgruppe beizutreten, oder sich einfach mal unverbindlich informieren möchten über unsere Arbeit. Sie erreichen uns unter: bolo@texpics.de oder unter: o89 / 448 30 88

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